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Infrarot-A: Die
Eindringtiefe in die Haut und ins Auge ist im IR-A-Bereich am
größten, wobei die Strahlungsenergie über ein relativ
großes Volumen aufgenommen wird. Die vorderen Augenmedien und der
Glaskörper des Auges sind soweit durchlässig, dass die
Strahlung die Netzhaut erreicht. Bei 1400 nm erreicht nur mehr sehr
wenig Strahlung die Netzhaut.* * Die Bestrahlungsstärke von IR-A-Strahlern liegt jedoch weit unter dem ICNIRP Grenzwert, eine theremische Schädigung der Netzhaut ist daher auch bei langem Starren in die Quelle nicht möglich. Infrarot-B: Infolge dere erhöhten Absorption durch Wasser nimmt die Eindringtiefe dieser Strahlung mit zunehmender Wellenlänge ab und erreicht bei einer Wellenlänge von 3000 nm ein Minimum. IR-B Strahlung erreicht die Netzhaut des Auges nicht mehr. Infrarot-C: Die Eindringtiefe bleibt über das gesamte Gebiet aufgrund der sehr starken Wasserabsorption weit unter 1mm, d.h. die Strahlungsenergie wird bei Haut und Auge direkt an dere Oberfläche aufgenommen. Die oftmals verwendete Bezeichnung "Tiefenwärme" bei Langwellenstrahlern (IR-C-Strahler) ist daher von biophysikalischen Standpunkt aus nicht nachvollziehbar. Tiefer liegende Hautschichten erwärmen sich zwar, jedoch nicht direkt durch die Infrarotstrahlung, sondern durch Wärmeleitung. Quelle: "Informationsblatt zu Infrarot-Wärmekabinen", Fachbereich Laser und optische Strahlung, v1.2 April 2006, Seibersdorf research GesmbH, S:2,3 ![]() EINDRINGTIEFEN: IR-A: bis zu 5 mm IR-B: bis zu 3 mm IR-C: bis zu 0,1 mm Abb.: Philips, Informationsbroschüre zu Philips VITAE STRAHLERTYPEN:
Großflächige Langwellenstrahler (Paneele): hierbei wird praktisch die ganze Wand warm, wobei die Oberflächentemperatur meist nur ca. 50°C beträgt. Die abgegebene Strahlung liegt daher im fernen IR-Bereich (d.H. vollkommen im IR-C Bereich). FLÄCHEN-Strahler Langwellen-Strahler: haben eine Oberflächentemperatur von ca. 300°C bis 380°C und sind häufig als Stabstrahler ausgeführt. Bei diesere Temperatur handelt es sich nicht mehr um absolut reine IR-C Strahlung - etwa 5% bis 10% der Strahlungsleistung liegen im IR-B Bereich. INCOLOY-, KERAMIK-Strahler Kurzwellenstrahler: Mit glühenden Wolfram-Wendeln, die von Glas- oder Quarzröhren umgeben sind, kann man Strahlertemperaturen von bis zu 2000°C erreichen. Das Prinzip ist ähnlich einer gefilterten Halogenglühlampe und ist in kleiner Ausführung als Rotlicht-Glühbirne bekannt, die schon lange im Haushaltsbereich als Wärmelampe (besonders zur Kopfbestrahlung) eingesetzt wird. Die Strahlungsverteilung erbit sich wieder durch die Temperatur des Strahlers - das Maximum des Spektrums liegt je nach Temperatur im IR-A Bereich oder an der Grenze von IR-A zu IR-B Bereich. Philips VITAE-Strahler Quelle: "Informationsblatt zu Infrarot-Wärmekabinen", Fachbereich Laser und optische Strahlung, v1.2 April 2006, Seibersdorf research GesmbH, S:3,4 |